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Giovanna Casalino-Görtz
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fan & more berichtet über Borussia Dortmund.
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Borussia Dortmund entstand aus der Jugendorganisation einer katholischen Gemeinde. Die Mitglieder, die zum großen Teil aus jungen Stahlarbeitern und Bergleuten bestanden, entschieden sich am 19. Dezember 1909 einen eigenen Verein zu bilden und sich somit von der Gemeinde zu lösen. Da die Gründung sehr spontan und nicht vorbereitet ablief gab es keinen Namen für die neue Mannschaft, so entschied man sich für den Namen der benachbarten Borussia-Brauerei.
Erst am 15. Januar 1911 absolvierten die Borussen ihr erstes offizielles Fußballspiel, das sie gegen den Rivalen VfB Dortmund klar gewannen. Das BVB Trikot sah damals nicht so aus, wie wir es heute aus dem Dortmund Fanshop kennen, es war blau-weiß gestreift. Doch schon ein Jahr später wechselte man wieder die Farben der Spielkleidung. Im Sommer 1912 schlossen sich die Vereine Rhenania, Britannia und Deutsche Flagge den Borussen an und einigten sich auf neue Vereinsfarben. Die neuen Dortmund Trikots erschienen als zitronengelbe Hemden mit dem schwarzen „B“. Trotz der neuen, schicken BVB Trikots blieb der nationale Erfolg aus.
Erst Ende der 30er Jahre schafften die Spieler den Aufstieg in die höchste Klasse, wo sie sich eine lange Zeit hinter dem Erzrivalen aus Gelsenkirchen platzierten. Am 18. Mai 1947 schafften die Borussen die „Wende im Westen“ indem sie gegen Schalke 04 die Westfalenmeisterschaften für sich entschieden. Die Vormachtstellung der Knappen wurde gebrochen und man holte sich, im Jahr 1956, den ersten deutschen Meistertitel. Exakt mit der gleichen Mannschaftsaufstellung holte man sich ein Jahr später wieder die Meisterschaft. In den Bundesligastart 1963 startete man als amtierender Deutscher Meister, landete jedoch am Ende der Saison auf einem enttäuschenden vierten Platz. Nicht desto trotz gewannen die Dortmunder 1965 den DFB-Pokal und im folgendem Jahr schaffte der Verein die Sensation, indem man überraschend, als erster deutscher Club überhaupt, den Europapokal der Pokalsieger ins Ruhrgebiet brachte. Die Fanartikel, wie Dortmund Schal, Dortmund Cappy oder die Trikots von Borussia Dortmund wurden in ganz Europa bei den Fußballfans beliebt.
Aus dem darauf folgenden, sowohl sportlichen, als auch finanziellen Tief, verhalf die Stadt Dortmund, indem sie Geld aus der lokalen Industrie zur Verfügung stellte. Als Dank für die massive Unterstützung bekam das BVB Fantrikot einen „Dortmund“ Schriftzug, dieser Schriftzug ziert bis heute nicht nur das Dortmund Trikot, sondern auch viele andere BVB Fanartikel. 1974 bekamen die Borussen das für die Weltmeisterschaft errichtete Westfalenstadion, dessen Kapazität die Besucheranzahl und somit die Einnahmen nach oben katapultierte.
Unter einer neuen Führung vom Präsidenten Gerd Niebaum und dem Manager Michael Meier, schaffte man seit langer Zeit wieder einen Titel. Der 1989 errungene DFB-Pokal war nur der Anfang einer großen Erfolgsserie. Der damals unbekannte Trainer Ottmar Hitzfeld übernahm den Verein und man kaufte Spieler, wie Andreas Möller, Michael Rummenige, Stephan Chapuisat, Matthias Sammer, Stefan Reuter und viele andere große Namen die man aus den erfolgreichen 90ern kennt. 1995 erntete man den Lohn für die lange Arbeit, indem man die Deutsche Meisterschaft gewann. Es folgte eine weitere Meisterschaft 1996, die ein Jahr später mit dem sensationellen Champions League Erfolg und dem Weltpokal gekrönt wurde. Nach dem Zerfall der Mannschaft und dem Weggang von Hitzfeld versank der BVB wieder im Mittelmaß, ehe man mit neuen Stars, wie Rosicky, Amoroso oder Jan Koller und unter der Führung von Matthias Sammer 2002 die Meisterschaft holte. Dieser war der letzte Titel den die Borussen erspielten. Nach der nun folgenden schwierigen finanziellen Phase und dem Verkauf von wichtigen Leistungsträgern, ist man im Mittelfeld versunken.
In den letzten Jahren erleben die Borussen wieder eine aufsteigende Entwicklung und nehmen mit ihrem Coach Jürgen Klopp Kurs auf die internationalen Wettbewerbe.
Tor: Roman Weidenfeller, Mitchell Langerak, Johannes Focher
Abwehr: Neven Subotic, Mats Hummels, Patrick Owomoyela, Lukasz Piszczek, Marcel Schmelzer, Marc Hornschuh, Felipe Santana, Chris Löwe, Julian Koch
Mittelfeld: Sebastian Kehl, Florian Kringe, Sven Bender, Mario Götze, Antonio da Silva, Ilkay Gündogan, Marvin Bakalorz, Moritz Leitner, Shinji Kagawa, Ivan Perisic, Kevin Großkreutz, Jakub Blaszczykowski
Angriff: Robert Lewandowski, Mohamed Zidan, Damien Le Tallec, Lucas Barrios
1956, 1957, 1963, 1995, 1996, 2002
1965, 1989
1989, 1995, 1996
1966
1997
1997