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Giovanna Casalino-Görtz
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Der Ur-Verein von Fortuna, der am 5. Mai 1895 gegründet wurde, trug weder den Namen Fortuna noch wurde in diesem Verein Fußball gespielt. Der "Turnverein Flingern 1895" hatte sich die "Körperertüchtigung und Bewegung" zum Ziel gesetzt. Erst später kam man zum Spiel mit dem Ball und zum heutigen Namen Fortuna Düsseldorf. Doch nicht die Glücksgöttin Fortuna stand als Namenspatronin Pate, sondern ein Pferdefuhrwerk einer Brotfabrik namens Fortuna fiel den damaligen Mitbegründern ins Auge.
In die Zeit von 1933 bis zur Gründung der Bundesliga 1963 fielen der Gewinn der einzigen Deutschen Meisterschaft und nicht weniger als vier Pokalendspielteilnahmen. Viele Spieler begleiteten die Fortuna durch diese Zeit, allen voran Paul Janes, Fortunas Rekordnationalspieler, nach dem 1990 das Stadion am Flinger Broich benannt wurde und Toni Turek, der Torwartheld von Bern. Wer erinnert sich nicht an den Rundfunkreporter Herbert Zimmermann, der beim 3:2-Endspielsieg zum ersten deutschen Weltmeistertitel 1954 ins Mikrofon jubelte:"Turek, du bist ein Teufelskerl, Turek, du bist ein Fußballgott!"
Fortuna gehörte nicht zu den 16 Mannschaften, die für die 1963 neu geschaffene Bundesliga nominiert wurden. Erst drei Jahre später gelang der Fortuna der Aufstieg ins Oberhaus. Doch über einen dritten Platz kamen die Flingerer in 20 Jahren Bundesliga nicht hinaus. Dafür holten sie 1979 gegen Hertha BSC Berlin und 1980 gegen den 1. FC Köln nach fünf vergeblichen Versuchen endlich den DFB-Pokal nach Düsseldorf. 1979 gelang es den Fortunen ins Endspiel des Europapokals der Pokalsieger einzuziehen, welches nach grossem Kampf denkbar knapp gegen den FC Barcelona mit 3:4 nach Verlängerung verloren ging. Die folgenden 80er Jahre brachten nur noch wenige Highlights und endeten 1987 im zweiten Bundesligaabstieg nach 1967.
Dominierende Persönlichkeit ab Ende der 1980er war zweifelsfrei Alexandar Ristic. Unter dem Bosnier schaffte die Fortuna zweimal den Aufstieg in die 1. Bundesliga - der im Jubiläumsjahr 1995 besonders kräftig bejubelt wurde. 1997 scheiterte die Fortuna erneut im Oberhaus und es folgten nach zwei weiteren Jahren Zweitliga-Zugehörigkeit der erneute Gang in die dritte Klasse.
Im Jahr 2001, begünstigt durch die Lizenzentzüge anderer Vereine, noch vor einem weiteren Abstieg bewahrt, waren die Flingeraner ab 2002 mit ihrer Ersten Mannschaft nur noch in der Oberliga Nordrhein vertreten. Die Viertklassigkeit war der absolute Tiefpunkt, der zwei Spielzeiten andauern sollte.
Immerhin gelang 2004 die Rückkehr in die Regionalliga Nord, die im Jahr 2008 in der bundesweiten 3. Liga aufging. Dort fanden die Rot-Weißen fünf Jahre ihre sportliche Heimat und scheiterten bereits 2008 nur denkbar knapp am Aufstieg.
So sollte es insgesamt zehn Jahre brauchen, bis 2009 die Rückkehr in die 2. Bundesliga und damit den bezahlten Fußball gelang.
In der darauffolgenden Saison 2009/2010 verpasste die Fortuna als Aufsteiger nur knapp den weiteren Aufstieg ins deutsche Fußball Oberhaus.
Tor: Robert Almer, Michael Ratajczak, Markus Krauss
Abwehr:: Christian Weber, Assani Lukimya-Mulongoti, Jens Langeneke, Johannes van den Bergh, Kai Schwertfeger, Juanan, Jeron Hazaimeh, Tobias Levels,
Mittelfeld:: Oliver Fink, Sascha Dum, Andreas Lambertz, Karim Aouadhi, Jules Schwadorf, Maximilian Beister
Angriff:: Ranisav Jovanovic, Thomas Bröker, Marco Königs, Tugrul Erat, Robbie Kruse, Ken Ilsö, Villyan Bijev, Adriano Grimaldi, Sascha Rösler
1933
1979, 1980