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Die französische Nationalmannschaft, nach der Flagge auch „Équipe Tricolore“ oder kurz „les Bleus“ genannt, gehört zu den großen Fussballnationen der Welt. Auch wenn sie zu unbeständig sind, um zu den Top-Five gezählt zu werden, wird bei jedem Turnier viel von ihnen erwartet.
Die größten Jahre des französischen Fußballs waren 1998 bis 2000, in denen es dem Team gelang, den Verdienst des WM-Titels mit dem darauffolgenden EM-Sieg zu bestätigen. Säulen der Mannschaft waren in dieser Zeit der Torwart Fabien Barthez, der Abwehrchef und Kapitän Laurent Blanc sowie der geniale Spielmacher Zinédine Zidane.
Zinédine Zidane ist ohne Frage zu den besten Spielern der französischen Fußballhistorie zu zählen. In seiner Zeit von 1996 bis 2001 reifte er bei Juventus Turin zu einem absoluten Topstar. 2001 ging er für die damalige Rekordsumme von 73,5 Millionen Euro zu Real Madrid, wo er 2006 seine Karriere beendete. In diesen Jahren wurde er mit einigen Auszeichnungen geehrt, unter anderem mit der Auszeichnung zum Weltfussballer des Jahres 1998, 2000 und 2003.
Die WM 2010 in Südafrika gehört zweifelsohne zu den dunklen Flecken in der Verbandsgeschiche. Schon der Weg zur WM war holprig und skandalös: im Entscheidungsspiel zur Qualifikation gegen Irland schafften "les Bleus" durch ein Handspiel von Thierry Henry die WM-Teilnahme. Beim Turnier selbst in Südafrika musste sich das Team mit null Punkten und nur einem geschossen Tor als Tabellenletzter in der Gruppe mit Südafrika, Mexiko und Uruguay bereits nach der Gruppenphase verabschieden. Auch zwischenmenschlich gab es im Lager der Franzosen während der WM große Probleme. „Höhepunkte“ waren ein heftiger Streit zwischen Nicolas Anelka und dem Trainer Raymond Domenech in der Halbzeit des zweiten Gruppenspiels, der auch den Rest der Mannschaft gegen den Trainer aufzubringen schien. Zwei Tage vor dem, für das Weiterkommen entscheidende, Spiel gegen Südafrika kam es zu einem Streik der gesamten Mannschaft. Der Kader verweigerte das Training und blieb stattdessen im Mannschaftsbus sitzen.
Tor: Hugo Lloris, Steve Mandanda, Cedric Carrasso
Abwehr: Bakari Sagna, Eric Abidal, Anthony Reveillere, William Gallas, Marc Planus, Patrice Evra, Sebastien Squillaci, Gael Clichy
Mittelfeld: Yoann Gourcuff, Jeremy Toulalan, Florent Malouda, Alou DiarraAbou Diaby
Angriff: Franck Ribery, Djibril Cisse, Sidney Govou, Andre Pierre Gignac, Thierry Henry, Matthieu Valbuena, Nicolas Anelka
1998 in Frankreich 3:0 gegen Brasilien
1984 in Frankreich 2:0 gegen Spanien
2000 in Belgien/Niederlande 2:1 gegen Italien