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Die italienische Nationalmannschaft gehört seit der Gründung des italienischen Fußballverbands „Federazione Italiana Giuoco Calcio“ (F.I.G.C.) am 16. März 1898 in Turin zu den erfolgreichsten Fußballnationen der Welt. Nach Brasilien mit fünf WM-Titeln, rangiert Italien in dieser Statistik mit vier Titeln auf dem zweiten Platz.
Die ersten beiden Erfolge feierten die Italiener in den Jahren 1934 und 1938, der dritte folgte 1982 und aus deutscher Sicht in schmerzhafter Erinnerung zuletzt bei der WM 2006 in Deutschland, wo sie das deutsche „Sommermärchen“ im Halbfinale beendeten.
Trotz frühem Ausscheiden bei der WM 2002 in Südkorea/Japan, bleibt auch dieses Turnier bis heute in besonderer Erinnerung jedes Italieners. Trotz vier regulärer, jedoch nicht gegebener Tore im Turnierverlauf, schaffte es das Team bis ins Achtelfinale gegen Südkorea. In diesem Spiel gab es wieder unzählige umstrittene Schiedsrichterentscheidungen gegen die Italiener, u.a. ein reguläres, nicht gegebenes „Golden Goal“ und den Platzverweis gegen Francesco Totti, dem das Gespann eine Schwalbe im Strafraum der Koreaner unterstellte. So war für die Italiener unverdient schon im Achtelfinale Endstation.
Auch bei der EM 1968 waren die Italiener an einer geschichtlich kuriosen Partie beteiligt – allerdings waren sie in diesem Fall Nutznießer. Nachdem nach 120 Minuten im Viertelfinalspiel gegen die Sowjetunion kein Tor gefallen war, entschied eine Münze über das Weiterkommen ins Halbfinale. Das Los fiel auf die Italiener, die bei diesem Turnier ihren ersten und bis heute einzigen EM-Titel holten.
Dem italienischen Fußball, auch den Vereinen aus der Serie A, wird eine sehr defensive Spielweise nachgesagt. Diesen Ruf bekamen die Italiener bei der WM 1966, als der Argentinier Helenio Herrera die ergebnisorientierte „Catenaccio“-Spielweise einführte. Ihren Gegnern machen sie es damit sehr schwer – v.a. für das deutsche Spiel ist es oft eine große Herausforderung.
Bei der WM 2010 in Südafrika wurde dem italienischen Team die über weite Strecken zu stark abwartende Strategie zum Verhängnis. Mit nur zwei Punkten aus drei Gruppenspielen schieden sie zur großen Überraschung bereits in der Gruppenphase als letzter der Gruppe mit Paraguay, Slowakei und Neuseeland aus.
Tor: Gianluigi Buffon, Federico Marchetti, Morgan De Sanctis
Abwehr: Christian Maggio, Domenico Criscito, Giorgio Chiellini, Fabio Cannavaro, Salvatore Bocchetti, Gianluca Zambrotta, Leonardo Bonucci
Mittelfeld: Daniele De Rossi, Simone Pepe, Gennaro Gattuso, Claudio Marchisio, Mauro Camoranesi, Angelo Palombo, Andrea Pirlo, Riccardo Montolivo
Angriff: Vincenzo Iaquinta, Antonio Di Natale, Alberto Gilardino, Fabio Quagliarella, Giampaolo Pazzini
1934 in Italien 2:1 n.V. gegen die Tschechoslowakei
1938 in Italien 4:2 gegen in Ungarn
1982 in Spanien 3:1 gegen Deutschland
2006 in Deutschland 5:3 i.E. gegen Frankreich
1968 in Italien 2:0 gegen Jugoslawien (im Wiederholungsspiel)