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fan & more Sport-Fanshop
Giovanna Casalino-Görtz
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fan & more berichtet über den FC St. Pauli.
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Die Geschichte der Mannschaft fing etwas früher an, als es auf dem St. Pauli Logo, mit dem Jahr 1910, verzeichnet ist. Bereits 1907 kickten die Jungs vom Kietz in einem Turnverein, drei Jahre später lies man sich als ein reiner Fußballverein eintragen.
Eine lange Zeit hatte sich der Traditionsklub im Schatten des Hamburger SV verstecken müssen, bis man sich, in der damals höchsten Klasse, etablieren konnte. Mit der Einführung der Bundesliga 1963, verweigerte der DFB den Kiezkickern die Teilnahme, sodass man erst zehn Jahre später, mit der Gründung der 2. Bundesliga, am “bezahlten Fußball“ teilnehmen durfte. Nach einer turbulenten Saison 1975/76, wo man gerade noch den Abstieg verhindern konnte, stiegen die Kiezkicker, sensationell, in der darauffolgenden Spielzeit, zum ersten Mal in die 1. Bundesliga auf. Nach nur einem Jahr in der Eliteklasse musste man sich den Besseren geschlagen geben und ins Unterhaus zurückziehen. Damit ging die Talfahrt des FC St. Pauli los. Als Pauli Fan musste man starke Nerven haben, es folgten weitere Abstiege und Wiederaufstiege.
In der Saison 2000/2001 stieg der Verein aus der 1. Bundesliga ab. Die Tabellenführung nach den ersten zwei Spielen und die Bezwingung von Bayern München, brachte zwar den Titel als „Weltpokalsiegerbesieger“, konnten den Abstieg jedoch nicht verhindern. St. Pauli stürzte bis in die Regionalliga ab und es drohte der Lizenzentzug.
Nach der Saison 2002/03 stieg St. Pauli aus der 2. Bundesliga in die Regionalliga Nord ab und wäre beinahenoch direkt eine weitere Liga tiefer bis in die Oberliga Nord abgestiegen, da sich zum Saisonende eine Liquiditätslücke in Höhe von rund 1,95 Millionen Euro abzeichnete, deren Deckung gleichzeitig die entscheidende Lizenzierungsauflage des DFB im Zulassungsverfahren zur Regionalliga darstellte. Durch mehrere, bundesweit Aufsehen erregende, Spendenaktionen gelang es Anhängern und Verein im Jahr 2003 innerhalb von nur drei Monaten gemeinsam weit mehr als die benötigten 1,95 Millionen Euro aufzutreiben und so den doppelten Abstieg innerhalb einer Saison in die Oberliga abzuwenden.
Im November 2006 wurde Andreas Bergmann beurlaubt. Das Traineramt übernahm Holger Stanislawski. Trotz Querelen im Umfeld und der vorübergehenden Absetzung von Präsident Corny Littmann durch den Aufsichtsrat gelang dem Club unter seiner Ägide der Aufstieg in die 2. Bundesliga.
Im Juli 2007 gab die DFL jedoch bekannt, dass Stanislawski St. Pauli aufgrund der fehlenden Fußballlehrerlizenz nicht in der 2. Liga betreuen darf. Der bisherige Co-Trainer André Trulsen wurde daher zum Cheftrainer ernannt.
Die Saison 2009/2010 beendete der FC St.Pauli als Tabellenzweiter in der 2. Bundesliga und Aufsteiger in die oberste Spielklasse. Diesen sportlichen Erfolg nahm der seit 2003 amtierende Präsident Littmann zum Anlass, um mitten während der Feierlichkeiten des 100-jährigen Vereinsjubiläums seinen Rücktritt zu erklären, nachdem der Verein auch wirtschaftlich wieder auf einem soliden Fundament steht und die Stadionmodernisierung in vollem Gange ist.
Tor: Benedikt Pliquett, Arvid Schenk, Philipp Tschauner, Ole Springer
Abwehr: Fabio Morena, Carlos Zambrano, Ralph Gunesch, Markus Thorandt, Carsten Rothenbach, Jan-Philipp Kalla, Moritz Volz, Lasse Sobiech, Sebastian Schachten
Mittelfeld: Florian Bruns, Charles Takyi, Fabian Boll, Max Kruse, Dennis Daube, Patrick Funk, Petar Filipovic, Deniz Naki, Fin Bartels
Angriff: Rouwen Hennings, Marius Ebbers, Kevin Schindler, Petar Sliskovic, Mahir Saglik, Deniz Herber